Nachrichten vom Edelmetallmarkt

Goldpreis-Manipulation beim Londoner Fixing? Es gibt neue Hinweise.

Im Rahmen eines mittlerweile gelöschten Online-Artikels der Financial Times hat ein englisches Beratungsunternehmen neue Indizien für eine mögliche Goldpreis-Manipulation in London vorgelegt.


Der Verdacht besteht schon seit geraumer Zeit. Zuletzt wollten Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien mögliche Unregelmäßigkeiten beim Prozess der Goldpreis-Bildung untersuchen. Insbesondere das Londoner Goldpreis-Fixing steht in der Kritik. Die Financial Times veröffentlichte am Wochenende einen Online-Artikel mit dem Titel “Gold price rigging fears put investors on alert” (Dtsch: “Manipulations-Ängste in Sachen Goldpreis alarmieren Investoren”).

Der Artikel ist derzeit nicht mehr online verfügbar, aber im Speicher des Suchmaschinendienstes Google noch abrufbar. In dem Beitrag wurde ein Mitarbeiter des Forschungsinstituts Fideres zitiert. Das Unternehmen habe herausgefunden, dass Gold regelmäßig direkt vor und direkt nach den Telefonkonferenzen im Rahmen des Fixings starken Kursbewegungen ausgesetzt sei.

“Das Verhalten des Goldpreises ist in 50 Prozent der Fälle sehr verdächtig. Das ist nichts, was man erwarten würde, wenn man normale Marktfaktoren zugrundlegt”, so Fideres-Zitatgeber Alberto Thomas. Es gäbe Anzeichen dafür, dass die Mitglieder des Fixing-Panels ein “abgekartes Spiel” betreiben und den Goldpreis in eine Richtung beeinflussten, der vor dem Start des Fixing-Prozesses vorbestimmt war und von dem die beteiligten Händler mit ihren bestehenden Aufträge hätten profitieren können.

Die deutsche Finanzmarktaufsicht BaFin hatte zuletzt Dokumente von der Deutschen Bank im Zusammenhang mit mutmaßlicher Gold- und Silberpreis-Manipultion angefordert Die Deutsche Bank hatte kurz danach einen Rückzug aus dem Fixing-Panel angekündigt, dem fünf internationale Banken angehören.

Quelle: Goldreporter.de vom 24.02.2014