Nachrichten vom Edelmetallmarkt
Panik bei Gold und Silber ?
Ein erstarken des US-Dollars in den letzten Wochen des alten Jahres war neben Gewinnmitnahmen die treibende Kraft für den Rückgang des Goldpreises. Zu Beginn des neuen Jahres setzt dieser dann zu einem neuen Höhenflug an. Der Goldpreis legte in den ersten zwei Handelswochen um fast $70 je Unze zu und erreichte mit $1160 wieder einen vorläufigen Höchststand. Doch der Euro-Raum befindet sich offensichtlich in einer nicht enden wollenden Krise. Denn seither gibt es nur noch eine Richtung – und zwar nach Süden. Das Gold folgt somit blind der Entwicklung des Dollars. Dieser nicht ganz nachvollziehbaren Logik folgend, könnte es in den nächsten Tagen noch weitere Kursverluste beim Gold geben. Denn Devisenmarktanalysten gehen inzwischen mehr und mehr davon aus, dass die Marke von 1,40 beim Euro/Dollar-Kurs deutlich unterschritten werden könnte.
Die Nachfrage nach Barren ist alles andere als berauschend und bei den ETFs kam es in den letzten beiden Wochen zu überraschend hohen Rückgaben.
Für den Fall, dass der Goldpreis weiter fällt, sollten Anleger spätestens im Bereich von ca. $1.080 ihr Depot auffüllen. Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir Gold nämlich nicht vor einer durchgreifenden Trendwende. Dafür müssten die Zinsen weltweiten erst einmal deutlich steigen und das ist in diesem Jahr wohl eher unwahrscheinlich.
Letztendlich ist es nicht verwunderlich das nach dem guten Jahresbeginn für Gold und Silber die Preise der Edelmetalle in den letzten Tagen verstärkt unter Druck gekommen sind.
Wie geht es aber weiter?
Vor allem beim Goldpreis war zuletzt die große Volatilität auffällig. Meist sind Unsicherheiten am Markt dafür verantwortlich.
Am Terminmarkt wird der Sieger zweier kapitalstarker Seiten, Long-Investoren vs. Short-Seller, noch gesucht. Die Richtungsentscheidung ob Nord oder Süd steht noch aus. Chart technisch existiert auf dem Niveau von $1.080 eine nicht zu unterschätzende wichtige Unterstützung. Der Kursrückgang bei Gold war im Tagesverlauf hier schon mehrfach zu Ende. Der nächste Wiederstand nach Süden wäre dann bei $1060.
Insgesamt sehen wir aber gute Chancen, dass die aktuelle Bereinigung des Marktes in den kommenden Wochen wieder zu höheren Kursen führen wird.
Als Inflations- und Vermögensschutz hat sich auf Grund des starken fundamentalen Umfeldes für Gold und Silber ohnehin nichts geändert.
Hans-Jürgen Höhn
Geschäftsführer der
AURUMSÜDWEST GmbH